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Vieri Women


              Vieri Women: Kübra Gümüsay

Vieri Women: Kübra Gümüsay

Fremd in ihrem eigenen Land


Ist es in Ordnung, ein Kopftuch als deutscher Journalist zu tragen? Und wie kannst du dich gegen den alltäglichen Rassismus wehren? Bloggerin Kübra Gümüsay aus Hamburg hat eine Antwort auf beide Fragen.

Menschen aus Hamburg haben es immer geliebt, die Welt zu bereisen. Die Journalistin und Bloggerin Kübra Gümüsay macht da keine Ausnahme: London, die Türkei, Kairo - der 27-Jährige ist die meiste Zeit unterwegs. Seit drei Jahren lebt sie mit ihrem Mann in Oxford. Dort macht sie, was sie seit einiger Zeit erfolgreich macht: schreiben und debattieren. Kübra Gümüsay hat eine klare Botschaft: Sie möchte darauf hinweisen, dass ihre Religion nichts mit Terrorismus oder Gewalt zu tun hat. Die Hamburgerin ist eine Muslima mit türkischen Wurzeln und hat kein Problem damit, es zu zeigen: Ihr Haar ist unter einem akkurat gebundenen Kopftuch versteckt, betet regelmäßig und klebt am Ramadan.

Aber sie fühlt sich nie unterdrückt. Ganz im Gegenteil! Seit 2008 hat sie ihren eigenen Blog, mit dem sie der Welt ein weiteres Gesicht des Islam präsentieren will: "Ein Wörterbuch der Fremdwörter" heißt ihr digitales Tagebuch, in dem sie über ihre Erfahrungen des deutsch-türkischen Alltags berichtet. 2011 wurde der Blog für den Grimme-Preis nominiert. Bis zu 13.000 Leser klicken jeden Monat auf ihren Blog. Im Alter von 21 wurde sie Kolumnistin für die "taz". "Medium" hat Kübra Gümüsay 2011 zu ihren Top 30 Newcomer-Journalisten ernannt.

Eine junge Frau trägt ein Kopftuch als erfolgreicher Journalist? Für viele in Deutschland ist das ungewöhnlich, für manche sogar provokativ. Kübra Gümüsay ist an wütende E-Mails gewöhnt. Und auch in ihrem Freundeskreis erlebt sie alltäglichen Rassismus. Ein Freund hat ihr einmal gesagt, dass er sie nicht als echten Deutschen sieht. Als sie ihn fragte warum, sagte er ihr, weil sie ein Kopftuch trägt.

Aber der Enkel einer Immigrantin möchte nicht nur, dass sie sich auf dieses Thema konzentriert. Diskriminierung und Ausgrenzung finden überall statt. Deshalb möchte sie auch über Sexismus und Intoleranz gegenüber verschiedenen Lebensstilen sprechen. Vor einem Jahr startete sie den Twitter-Hashtag #schauhin ("Schau es dir an"), um Erfahrungen zu sammeln, die sich mit alltäglichem Rassismus beschäftigen.

Aber fühlt sie sich deutsch? Zu einer solchen Frage sagt sie: "Mein Geschmack von Musik, Kunst, Literatur, Religion, Freunden und Familie ist es, was mich prägt. Und nicht primär ein Staat oder eine Nation. "

Momentan arbeitet der Aktivist an einem Jugendbuch über Migration und Integration. Journalistisch will sie sich weiterhin auf gesellschaftspolitische Themen konzentrieren. Sie findet Geschichten über Frauen besonders interessant. In Zusammenarbeit mit einem Hutmacher hat sie bereits einen Hut geschaffen, den Frauen mit Kopftuch tragen können. Egal, was sie tut, eines ist offensichtlich: Dies war nicht das letzte Mal, dass wir von dieser starken Frau hörten.

18k Goldschmuck aus nachhaltiger Produktion

Alle VIERI Fine Jewellery Ringe, Anhänger, Ketten und unser Halsschmuck, Ohrschmuck und Armschmuck werden ausschließlich in 750er (18Karat) Rosé-, Gelb- und Weißgold hergestellt. Farbedelsteine, die in den Kollektionen verarbeitet werden, sind qualitativ hochwertig, kommen aus nachvollziehbaren Quellen, verantwortungsvoll arbeitenden Mienenkooperativen oder sind recycelt. All unsere Diamanten, die für Anfertigungen wie Verlobungsringe oder Solitärringe verwendet werden sind aus konfliktfreien Gebieten. Auch hier wollen wir allerdings weiter gehen, so dass wir gerne und hauptsächlich mit recycelten Diamanten arbeiten und auch hier nach Diamanten aus verantwortungsvollen Quellen Ausschau halten. Unsere Produktionsstätten befinden sich in Italien und Deutschland, somit können wir handgemachte Qualität mit Tradition vereinbaren. Die Nähe zu unseren Goldschmieden ermöglicht es uns auch, bei jedem Schritt der Herstellung nah am Produkt zu sein und vor allem Kundenwünsche zu berücksichtigen und zu begleiten.